Neuer Hintergrund: DJ Johannes

Neuer Hintergrund: DJ Johannes

Nach der Zusammenführung meiner Seiten, möchte ich die, in letzter Zeit stiefmütterlich behandelte, Hintergrundbilder-Seite wieder mit neuen Werken füllen. Gibt es hier Wünsche von meinen Lesern? Soll es auch Versionen für Mobiltelefone geben?

Heute starte ich jedenfalls mit dem neuen Hintergrund DJ Johannes. Dieser ist derzeit auch bei mir im Einsatz und macht sich da ganz gut.

Und wie immer gilt bei mir: einfach fragen. Ich helfe gerne weiter, wenn ich das vermag.

Es wächst zusammen, was zusammen gehört

Seit einigen Jahren habe ich eine eigene Webseite. Anfangs habe ich mich einfach dafür interessiert, wie man im Internet selbst Seiten erstellt und habe daher die eigene Homepage als Versuchsplattform angesehen. Später wurde es zu einem Zuhause für Listen (DVD-Liste, Comic-Liste…) und war quasi mein Facebook-Profil bevor es Facebook gab. Ich habe mir dann noch eine eigene Internetadresse besorgt und wurde Blogger, wieder aus dem Interesse heraus, wie das eigentlich genau funktioniert.
Mit der Zeit kamen dann mehr Webseiten hinzu. Stück für Stück wurde meine persönliche Internetpräsenz dezentralisiert. Das habe ich vor allem getan, damit ich schnell eine neue Idee in die Tat umsetzen konnte. Zum Beispiel wollte ich eine Seite, wo ich eigene Hintergründe zum kostenfreien Download anbieten konnte. Das Gute an diesem System war, dass ich verschiedene Seitendesigns ausprobieren und die Seiten komplett an die jeweiligen Bedürfnisse anpassen konnte.

Nun wachsen die Seiten zusammen. Die Zusammenführung ist nicht einfach, viele Einstellungen und Anpassungen sind historisch gewachsen und nicht alles soll übernommen werden. Ich möchte da aber nicht in die langweiligen Details gehen. Nachfolgend ist mein bisheriges Design meines Blogs festgehalten.

Der Anlass des großen Umgestaltens ist mein neues Projekt „Johannes wird DJ“. Ja, ich möchte mich als DJ versuchen und Menschen mit dem Auflegen von Musik Freude verbreiten. Dafür musste natürlich eine eigene Internetseite her. Aber hier wollte ich nicht noch eine weitere Anlaufstelle aufbauen sondern möchte nun alles unter eine Haube bringen. Der Aufwand für mich ist natürlich größer, aber das Ergebnis soll für den Besucher meiner Seiten transparenter und einfacher zu bedienen sein. Hoffentlich ist mir das gelungen.

Während der Arbeit an dem Design fiel mir auf, dass meine Seiten auch kein einheitliches Logo oder einen sonstigen gemeinsamen Wiedererkennungsfaktor haben. Deshalb habe ich an einem Logo für mich gearbeitet. Nicht wirklich leicht und von den bisherigen Versuchen war auch keines passend für das neue gemeinsame Design. Und nach wenigen Entwürfen habe ich dann mein Logo gefunden, das mir auch noch sehr gut gefällt. Es ist schlicht und einfach und kann in vielen Bereichen eingesetzt werden, wie z.B. auf den Rechnungen, die ich als DJ ausstellen werde.

logo_design

Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Es steckt mit dem Worpress-Theme Enlightenment ein mächtiger Motor unter der Haube. Daher schaue ich positiv in die Zukunft meiner Internetseite.

Habe wieder ein Fahrrad

Habe wieder ein Fahrrad

Das Unglaubliche ist passiert. Nach meiner über 600km langen Reise nach Heilbronn ging mein Fahrrad bei der ersten Benutzung in Berlin direkt kaputt. Kein Problem dachte ich, schließlich war ich nicht mehr auf der Tour sondern quasi Zuhause und habe das Fahrrad zur Werkstatt gebracht und beim Abholen wurde das Ausmaß klar. Die Werkstatt redete von einem Totalschaden und der Mechaniker meinte, dass der Schaden nicht zu reparieren sei. Nachdem ich mich an den Herrsteller gewandt habe, hat dieser mich an eine tolle Partnerwerkstatt in Berlin verwiesen und ich mich dann dorthin begeben. Beziehungsweise haben mein Opa und meiner Mutter mich hingefahren und nach ein paar Stunden konnte ich es wieder abholen. Völlig repariert und noch besser zu fahren als zuvor. Herrlich! Das Fahrrad ist mir doch sehr ans Herz gewachsen und nun hat es wieder ein neues Leben eingehaucht bekommen.

Nun kann es also wieder los gehen. Wohin soll ich nur zuerst fahren? Ideen?

Fazit zur Radtour

Diese Radtour hat mich an Grenzen gebracht, die zu überwinden ich vorher nicht geglaubt hatte. Doch jetzt weiß ich, dass ich von Berlin nach Heilbronn mit dem Fahrrad fahren kann. Als ich gestartet bin, hatte ich keine Vorstellungen was kommen wird und war auch nicht vorbereitet. Eigentlich stand das Scheitern immer im Raum. Denn ein aktiver Radsportler bin ich wohl kaum. Dennoch haben mein Wille und ein wenig auch mein Trotz mich zum Ziel begleitet.

Vor allem die Geschwindigkeit war überraschend. Anfangs hatte ich noch mit 50km pro Tag gerechnet. Ich konnte meistens mehr. Ohne Gebirge wäre ich sogar noch schneller gewesen. Und das Gebirge hat mich auch überrascht. Ich dachte an kurze Aufstiege, aber die erstreckten sich über etliche Kilometer. Und mit soviel Schnee hatte ich auch überhaupt nicht gerechnet.

Unterwegs sah ich neben den verschiedensten Ortschaften auch jede Menge Tiere. Raubvögel, Singvögel, Schwäne, Hühner, Gänse, Reiher, Ziegen, Schafe, Kühe, Schweine, Hunde, Katzen, Erdmännchen, Käfer und jede Menge mehr. Außerdem sah ich Flüsse und Bäche in den verschiedensten Größen und viele Wasserfälle. Die Vegetation unterschied sich auch sehr. Die Reise ging nur durch Deutschland und doch habe ich unglaublich viel gesehen. Eindrücke, die bleiben.

Einsam war es oft, manchmal schien es, als sei ich dieses Jahr der erste Mensch der den Weg beschreitet. Dennoch fühlte ich mich nie allein, sondern frei und gut.

Gewonnen habe ich also eine Erfahrung fürs Leben gewebt aus endlosen kleinen Momenten und verloren habe ich nur eine Jacke.

Danke für eure Glückwünsche und den Zuspruch.

Tag 7: Heilbronn

Tag 7: Heilbronn

Es ist geschafft. Heute stieg ich sehr früh aus dem Bett, packte meine Sachen und verspeiste noch ein paar Reste meines Abendessens. Diesmal also kein leckeres Frühstück in der Herberge. Ich hatte ein Ziel, so viele Kilometer des restlichen Weges zurücklegen, wie es mir möglich ist. Der gut gelaufene Vortag gab mir Zuversicht. Am Vormittag fing es dann leider an zu hageln, später zu regnen und schließlich zu schneien. Meine Brille war nicht mehr frei und so konnte ich kaum etwas sehen. Zudem war meine Hose nass und noch viel katastrophaler: meine Schuhe. Die Füße begannen also schon an zu frieren bevor ich auch nur annähernd die Hälfte geschafft hatte. Ich überlegte schon mir ein Zimmer zu nehmen und morgen weiter zu fahren, entschied mich aber fürs Kämpfen. Steigungen, die ich mit dem Fahrrad nicht hochfahren konnte nutzte ich um die Füße zu wärmen, indem ich besonders schnell lief und das Rad schob. Gegen 14 Uhr hörte der Schneeregen dann auch wieder auf und die Fahrt wurde leichter. Ich war in Baden-Württemberg, das Ziel war nah und ich wollte es schaffen, heute. Also biss ich die Zähne zusammen und fuhr und schob und fuhr und kam an. Leider an der falschen Adresse. Das Navigationssystem hat mich im Stich gelassen und mich zur falschen Straße geführt. Nochmal ein paar Kilometer mehr. Egal. Es wurde dunkel, aber ich fuhr, als wäre ich gerade erst auf das Rad gestiegen und machte mich auf die letzten Meter hinter mich zu bringen. Und jubelte dann mit einer Freude, die mich komplett ausfüllte.

Bei meiner Schwester konnte ich dann schön warm duschen und bekam ein leckeres warmes Abendessen. Die Wäsche steckten wir auch noch in die Maschine und sobald diese aufgehängt ist, geht es ins Bettchen. Morgen muss ich nicht weiter, ich habe über 650km hinter mir und bin erleichtert und überwältigt, dass ich dieses Ziel wirklich gemeistert habe. Ich bin angekommen.

Tag 6: Würzburg

Tag 6: Würzburg

Nach dem Frühstück und einer zweiten Dusche heute früh ging ich wieder auf mein Fahrrad und wollte los. Nach kurzer Zeit fiel mir auf, dass ich mein Stirnband vergessen hatte, mist. Schon wieder ein Rückschlag. Ich dachte mir, dann werden die Ohren eben kalt. Aber vor allem die Kälte hatte mich die letzten zwei Tage erheblich geschwächt. Also fuhr ich zurück und hoffte, dass noch jemand da ist, ich hatte den Schlüssel des Hostels nämlich einem Automaten überreicht. Und ich hatte Glück, eine Dame, die mir auch das Frühstück gemacht hatte, war noch da. Das Stirnband war hinter die Heizung gerutscht.

Das fing ja gut an. Aber dann verflogen die Kilometer nur so hinter meinen Reifenspuren. Ich war endlich wieder dabei vor allem zu fahren. Hier und da gab es Hügel, die ich dann doch schieben musste, aber überwiegend ging es abwärts. Ein Hochgenuss. Und dann hatte ich auch schon Thüringen endlich hinter mir gelassen und Bayern erreicht. Ich habe es von Berlin nach Bayern mit dem Fahrrad geschafft. Ich war so glücklich als ich das begriffen hatte. Auch in Bayern ging es weiter mit meinem Glück, die Sonne strahlte mehr und mehr und wärmte mich und auch hier ging es überwiegend abwärts. Einen Tag zuvor musste ich noch mit einem zugeschneiten Berg kämpfen. Das Schwerste waren nun die schier endlosen Felder mit dem einen Weg darin, auf dem ich mich befand. Plötzlich stand ein Falke neben mir, ganz nah. Er sah mich an und ich ihn und er ließ mich weiterfahren und ich ihn weiterfliegen. Ein ganz besonderer Moment für mich.

Motiviert und überrascht durch meine Fortschritte habe ich mein eigentlich schon verworfenes Ziel Würzburg wieder ins Auge gefasst. Der Weg schien mir zu lang und war nun doch zu schaffen. Auf Pausen verzichtete ich heute, wenn ich das Rad schieben musste, weil ein Hügel zu steil war, dann aß ich eine Banane oder trank Wasser. Und als ich das Schild „Kreis Würzburg“ las wusste ich, dass ich es schaffe. Ganze 130km liegen hinter mir. Meine Beine pochen, aber es fühlt sich gut an.

Nun ist es wirklich nicht mehr weit.