Fazit zur Radtour

Diese Radtour hat mich an Grenzen gebracht, die zu überwinden ich vorher nicht geglaubt hatte. Doch jetzt weiß ich, dass ich von Berlin nach Heilbronn mit dem Fahrrad fahren kann. Als ich gestartet bin, hatte ich keine Vorstellungen was kommen wird und war auch nicht vorbereitet. Eigentlich stand das Scheitern immer im Raum. Denn ein aktiver Radsportler bin ich wohl kaum. Dennoch haben mein Wille und ein wenig auch mein Trotz mich zum Ziel begleitet.

Vor allem die Geschwindigkeit war überraschend. Anfangs hatte ich noch mit 50km pro Tag gerechnet. Ich konnte meistens mehr. Ohne Gebirge wäre ich sogar noch schneller gewesen. Und das Gebirge hat mich auch überrascht. Ich dachte an kurze Aufstiege, aber die erstreckten sich über etliche Kilometer. Und mit soviel Schnee hatte ich auch überhaupt nicht gerechnet.

Unterwegs sah ich neben den verschiedensten Ortschaften auch jede Menge Tiere. Raubvögel, Singvögel, Schwäne, Hühner, Gänse, Reiher, Ziegen, Schafe, Kühe, Schweine, Hunde, Katzen, Erdmännchen, Käfer und jede Menge mehr. Außerdem sah ich Flüsse und Bäche in den verschiedensten Größen und viele Wasserfälle. Die Vegetation unterschied sich auch sehr. Die Reise ging nur durch Deutschland und doch habe ich unglaublich viel gesehen. Eindrücke, die bleiben.

Einsam war es oft, manchmal schien es, als sei ich dieses Jahr der erste Mensch der den Weg beschreitet. Dennoch fühlte ich mich nie allein, sondern frei und gut.

Gewonnen habe ich also eine Erfahrung fürs Leben gewebt aus endlosen kleinen Momenten und verloren habe ich nur eine Jacke.

Danke für eure Glückwünsche und den Zuspruch.

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